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Cradle to Cradle – nur ein Zertifikat?

295, 625 und 8000 – wofür stehen diese Zahlen? In gewisser Weise für Cradle-to-Cradle (C2C): 295 Unternehmen, 625 Zertifikate und 8000 Produkte so verschieden wie Möbel, Kleidung und Kosmetik – und Baumaterialien – sind Teil der Cradle-to-Cradle Idee Teil der Cradle-to-Cradle Idee.

Sie alle haben ein Ziel: Eine erfolgreiche Wirtschaft, in der sichere Materialien intelligent in einem Kreislaufsystem verwendet und so produziert werden, dass sie einen positiven Einfluss auf Mensch und Erde haben. Sicher, das ist ein ambitioniertes Ziel und es braucht Einiges, damit es erreicht werden kann. Aber: Die Anerkennung von Cradle-to-Cradle hat sich in den vergangenen Jahren erheblich ausgeweitet.

Also, was ist C2C eigentlich? Vom Prinzip her ist es ein Standard für die Zertifizierung von Produkten, der viele Eigenschaften umfasst und dessen Ziel es ist, eine positive, nachhaltige Wachstumsstrategie zu unterstützen.

Die Geschichte von Cradle-to-Cradle

Die erste C2C Produktzertifizierung fand schon 2005 statt. 2010 wurde dann das “Cradle-to-Cradle Products Innovation Institute” gegründet – und damit eine Organisation, um die Idee zu stärken und Standards für C2C zu definieren und weiterzuentwickeln. Aktuell gilt der Zertifizierungsstandard in der Version 3.1. Für 2020 ist die Einführung des Standards v4.0 geplant. Diese neue Version wird die Anforderungen noch höher setzen: Auf der allgemeinen Ebene werden Produkte ausgeschlossen, die nicht-zirkulär sind; Umweltrisiken in der finale Produktionsstufe werden mit einbezogen. Um den neuen Standard zu erfüllen, müssen Hersteller sich aktiv in Initiativen zur Zirkularität einbringen und auch (potenzielle) Partner und Zulieferer in ihre Aktivitäten einbeziehen. Der neue Standard berücksichtigt außerdem erneuerbare Energien, Auswirkungen auf das Klima und die Anwendung von Menschenrechtsstandards. Insgesamt wird die neue Version der nächste Schritt in der Weiterentwicklung von C2C sein und die Aktivitäten der Hersteller auf eine höhere Ebene bringen.

Cradle-to-Cradle in der Praxis

In der Praxis verfügen Cradle-to-Cradle Produkte über viele Vorteile. Wenn wir uns beispielsweise Fliesen anschauen, die eine C2C Silberzertifizierung haben, dann sind diese Produkte verantwortungsvoll und in gerechter Arbeit produziert. Der Hersteller nutzt erneuerbare Energien, fokussiert auf den Verbrauch von Wasser und einen möglichst geringen CO2-Fußabdruck. Während ihrer Nutzungsdauer tragen die Fliesen zu einem gesunden Raumklima bei und schaffen Wohlbefinden für die Nutzer. Nach der Nutzungsdauer können sie sicher recycled werden. Während des gesamten Kreislaufs stellen die Fliesen ein sicheres Material für Mensch und Umwelt dar. Das alles wird durch das C2C Zertifikat unabhängig bewertet und bestätigt. Dank dieser Aspekte fügen sich Cradle-to-Cradle Produkte nahtlos in “grüne” Gebäude- und Produktlabel ein.

Wir bei Mosa sind von diesem Ansatz überzeugt. Deshalb sind wir ein aktiver Teil der Cradle-to-Cradle Bewegung und sind stolz, dass wir – als erster Fliesenhersteller weltweit – nahezu unsere gesamte Kollektion Cradle-to-Cradle Silber zertifiziert haben.

Wenn Sie mehr über die Cradle-to-Cradle Zertifizierung und deren Beitrag zur Zirkularität in der Bauindustrie erfahren möchten, schauen Sie sich hier unser Webinar Kreislaufwirtschaft in der Baubranche an.

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