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Blog/Der Arbeitsprozess eines Innenarchitekten
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Der Arbeitsprozess eines Innenarchitekten

Das Schaffen einer persönlichen Signatur

Wenn man über Architektur spricht, kommt man nicht umhin, über die Interpretation derselben zu diskutieren. Jeder, der einen Fuß in das Feld der Architektur setzt, hat sein eigenes Verständnis davon. Dabei können Themen wie die Bedeutung des Designs oder wie es unsere Umgebung aufwerten kann, aufkommen. Diese sind oftmals abhängig von vergangenen Erfahrungen, jahrelanger Praxis oder einfach von dem, was man in der heutigen Welt für wichtig hält. Doch auf welche Weise hinterlassen Architekten und Innenarchitekten ihre Signatur? Handelt es sich immer um einen unverwechselbaren Stil oder ist es eher eine unverwechselbare Arbeitsweise? Was sollte im gesamten Prozess – vom Briefing bis zum Bauen – berücksichtigt werden? Und wie beeinflussen in dieser sich schnell entwickelnden Welt wechselnde Trends und die Nutzung von Social-Media-Plattformen die tägliche Arbeit von Architekten und Innenarchitekten? Interessante und herausfordernde Themen – das haben sich auch die Innenarchitekten von InterAlter gedacht. In diesem Blog können Sie alles über ihre Vision zur Innenarchitektur lesen, wie sie „Signaturen“ interpretieren, wie sie sie speziell für jeden Kunden kreieren und wie sie nachhaltige Innenarchitektur-Ideen entwickeln.


Eine andere Perspektive auf das Schaffen von Signaturen

Von gesunden Frühstücksräumen über Suppenbars bis hin zu kostengünstigen Hotels: Roger Haan, Innenarchitekt bei InterAlter, und sein Team beginnen jedes Projekt mit einer zentralen Frage: Wie können wir mehrere Probleme auf einmal angehen? Haan hierzu: „Wir fragen uns ständig: Was tun wir? Was können wir tun? Welche Möglichkeiten haben wir bei diesem Projekt? Und während wir diese Fragen beantworten, fragen wir uns: Wie können wir so viele Probleme wie möglich auf einmal lösen?“. Anstatt sich darauf zu konzentrieren, eine unverwechselbare Signatur zu schaffen, zielt InterAlter darauf ab, eine „Signatur“ durch gründliche Problemlösung und die Entwicklung maßgeschneiderter Innenarchitektur-Ideen mit Materialien zu entwickeln, die funktional und dennoch ästhetisch sind und zum Zweck des Projekts passen. „Wenn wir eine Innenarchitektur-Idee kreieren, ist es unser Ziel, diese Signatur speziell für dieses Projekt zu gestalten und zu verwenden. Wie bei einem Puzzle suchen wir so lange, bis alle Teile zusammenpassen.“

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Innenarchitektur: Die Erwartungen erfüllen

Bei der Zusammenarbeit mit verschiedenen Marktsegmenten – von Privatkunden bis hin zu Firmenkunden – hat Haan in den letzten Jahren verschiedene Entwicklungen beobachtet, die seinen täglichen kreativen Prozess beeinflussen. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen beiden Segmenten – zumindest, wenn es um Inspiration und die Entwicklung des Designs geht.“ Während er sich normalerweise von seiner eigenen Bibliothek inspirieren lässt, die tonnenweise Material enthält, betont Haan, dass die Social-Media-Plattform „Pinterest“ beim Designen für Privatkunden ebenfalls hilfreich ist. „Wenn man auf der Suche nach einem Stil ist, führt Pinterest einen durch einen Trichter, der speziell auf die Suche nach diesem Stil ausgerichtet ist. Das hilft dabei, die Entscheidungen des Kunden zu bekräftigen, und auch dabei, ihm neue und andere Ideen für die Innenarchitektur zu liefern.“

Während Privatkunden dazu neigen, den aktuellen Trends zu folgen, beobachtet Haan bei Firmenkunden eine andere Herangehensweise. „Während der Arbeit an einer Signatur räumen unsere Firmenkunden oft mehr Flexibilität ein. Sie wollen sich anders ausdrücken, andere Dinge erschaffen oder einen einzigartigen Innenarchitekturstil kreieren.“ Wenn Haan das Konzept in der Planungsphase in engem Kontakt mit den Kunden entwickelt und dabei „nutzt, was ihnen zur Verfügung steht“, erlebt er einzigartige Situationen und die besten Bedingungen, um Lösungen zu finden.

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Roger Haan, Innenarchitekt bei InterAlter

Mit nachhaltigen Innenarchitektur-Ideen zu einer nachhaltigen Zukunft

Aber auch in Anbetracht der Schnelllebigkeit dieses Segments entscheiden sich Haan und sein Team ganz bewusst dafür, sich nicht von aktuellen Trends leiten zu lassen. Als Beispiel führt er an: „In der Innenarchitekturbranche beträgt die Lebensdauer eines Interieurs nur wenige Jahre. Eine Hoteleinrichtung zum Beispiel ist nach etwa 7 Jahren veraltet.“ Vielmehr beabsichtigt er, „durch nachhaltige Entscheidungen, die Verwendung natürlicher und nachhaltiger Materialien, die gut für den Menschen, die Erde, die Verarbeitung, die Anwendung und das Recycling sind“, einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Baubranche zu leisten. Wir sind ständig auf der Suche nach Materialien, die verantwortungsvoll produziert werden, und wählen diese Materialien so aus, dass wir sie unseren Kunden guten Gewissens anbieten können. Es läuft alles auf ein gemeinsames Verantwortungsgefühl hinaus.“

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