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Blog/Der nächste Schritt zum Keramikboden nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft
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Der nächste Schritt zum Keramikboden nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft

TGLS und Mosa haben als Partner bereits bei zahlreichen Projekten zusammengearbeitet. Seit vielen Jahren gestaltet der niederländische Fliesenhersteller die Flächen von Firmenkunden auf traditionelle Weise mit Fliesen. Da in unserer Gesellschaft jedoch zunehmend Wert auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft gelegt wird und dies auch entsprechend gefördert wird, ist es heute wichtiger als je zuvor, bei der Gestaltung von Gebäuden die Grundlagen der Kreislaufwirtschaft zu berücksichtigen. Patrick de Winter, CEO von TGLS, erklärt hierzu: „Wenn Sie zukunftsorientiert denken, werden Sie verstehen, dass traditionelle Arbeitsweisen häufig angepasst oder sogar vollständig geändert werden müssen. Wir müssen unbedingt auf Nachhaltigkeit achten.“


Als aktiver Treiber von Nachhaltigkeit bei der Fliesenherstellung und in der gesamten Gebäudebranche ist es für Mosa ein Leichtes, dieser Vision von TGLS zu verstehen und zu ihrer Umsetzung beizutragen. Langjährige Bemühungen und kontinuierliche Entwicklungen haben dazu geführt, dass Mosa der erste und einzige Keramikfliesenanbieter der Welt ist, der die Cradle to Cradle® (C2C) Silver-Zertifizierung für nahezu seine gesamte Kollektion vorweisen kann. In diesem Jahr feiert Mosa nicht nur 10 Jahre Einsatz für die Cradle to Cradle-Grundsätze, sondern möchte auch noch mehr zur Kreislaufwirtschaft beitragen.

Mit gemeinsamen Zielsetzungen für den Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft unternehmen Mosa und TGLS gemeinsam den nächsten Schritt zur Erforschung von Lösungen, die die Kreislaufwirtschaft unterstützen.

Suche nach Lösungen nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft

Ein Trend im Einzelhandel sind die häufigen Veränderungen im Design. „Die Einzelhändler neigen dazu, häufig Änderungen an ihrem Design-Konzept vorzunehmen. Dies geschieht alle fünf bis sieben Jahre, was bedeutet, dass die Bodenfliesen ersetzt werden, auch wenn sie noch nicht das Ende ihrer potenziellen Lebensdauer erreicht haben. Wenn jedoch bestimmte Klebstoffe für die Verlegung der Fliesen verwendet wurden, wird hierdurch die Möglichkeit zum korrekten Recycling der Fliesen sofort eingeschränkt“, erläutert De Winter.

Mosa und TGLS haben diese Herausforderung erkannt suchen gemeinsam nachhaltige Lösungen, die eine bessere Wiederverwertung ermöglichen. Einegemeinsame Arbeitsgruppe soll entsprechende Ideen entwickeln. Die Arbeitsgruppe befasste sich mit Fragen wie „Welche Lösungen können wir bieten, um die Kreislaufwirtschaft zu unterstützen?“, „Was können wir tun, damit die Fliesen ordnungsgemäß recycelt werden können?“ und „Wie können wir dafür sorgen, dass Fliesenreste wieder zu Ressourcen werden können?“.

Auf dem Weg zu einer verbesserten Kreislaufwirtschaft: ein erster Eindruck auf der Euroshop 2020

Die Ergebnisse der Arbeit wurden auf der Euroshop 2020 in Düsseldorf (Deutschland) vorgestellt, der weltgrößten Fachmesse für den Investitionsbedarf des Handels. Auf dem Stand der Partnerfirma Jos De Vries (JDV), einem international tätigen Entwickler von Architekturkonzepten für den Einzelhandel, wird TGLS sein neu entwickeltes Klicksystem in Verbindung mit Mosa-Fliesen vorstellen. Vom 16. bis zum 20. Februar 2020 wird dem Publikum erstmalig ein 1,20 x 1,20 Meter großes Muster des Systems präsentiert.

Da bei der Entwicklung des Systems besonders auf Modularität und flexible Umsetzungsmöglichkeiten geachtet wurde, besteht das System aus einzelnen Komponenten. Dadurch kann es schneller installiert werden und einzelne Teile können jederzeit entsprechend dem Design geändert oder repariert werden. Das bedeutet nicht nur eine schnellere Reaktion (beispielsweise bei beschädigten Verbindungsstellen), sondern es können auch spezielle Kundenwünsche berücksichtigt werden. „Wir haben hohe Erwartungen in Bezug auf das System und die Messlatte daher entsprechend hoch gelegt. Wir haben vor, das System Verbesserungen kontinuierlich weiterzuentwickeln und anzupassen“, erklärt De Winter.

Da das Hauptziel bei der Entwicklung des Systems darin bestand, zu einer verbesserten Kreislaufwirtschaft beizutragen, erleichtert es das Ausbauen der Fliesen, die dann wiederverwendet oder als Sekundärrohstoff für die Herstellung von neuen Fliesen an Mosa zurückgegeben werden können. Obwohl eine offizielle Einführung nicht vor der zweiten Jahreshälfte 2020 zu erwarten ist, können sich die Interessenten auf der Euroshop 2020 in Düsseldorf, Deutschland, auf dem JDV Stand (Halle 12, Stand B19) bereits ein erstes Bild vom System machen.

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