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Warum Green Building Labels zum neuen Standard werden


Wenn Sie im Bauwesen tätig sind, wissen Sie, dass ökologisches Bauen nicht länger ein Nischengeschäft ist. Weltweit sind Architekten, Ingenieure und Bauunternehmen darum bemüht, möglichst umweltbewusst zu bauen, in der Hoffnung, dass ihre Gebäude mit einem Green Building Label wie DGNB, LEED oder BREEAM ausgezeichnet werden. Green Building Labels sind jedoch nicht gesetzlich vorgeschrieben und kosten viel Zeit, Energie und Geld. Sie fragen sich vielleicht, warum Green Building Labels dann so begehrt sind. Dorien Van der Weele, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Mosa, erläutert warum.

Das Konzept der Green Building Labels

Green Building Labels sind Zertifikate, die an Gebäude, Standorte und Projekte vergeben werden, die sich einer von einer unabhängigen Stelle durchgeführten Nachhaltigkeitsbewertung unterzogen haben und bestimmten ökologischen Standards entsprechen. Weltweit gibt es mehr als 300 verschiedene Green Building Labels, die wiederum mit verschiedenen Bewertungssystemen einhergehen. Die DGNB Zertifizierung (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen, entwickelt in DE) ist ebenso wie BREEAM (Building Research Establishment Environmental Assessment Method, entwickelt in GB) und LEED (Leadership in Energy & Environmental Design, entwickelt in den USA) eines des führenden Bewertungssysteme für ökologisches Bauen.

Die Nachhaltigkeitskriterien von BREEAM und LEED umfassen:

  • Verwendung von recycelten Materialien
  • Energieverbrauch
  • Wassereffizienz
  • Raumluftqualität
  • Standort
  • Transport
  • Minimale Umweltbelastung/minimale Abfallmengen
  • Landnutzung
  • Innovative Technologie

Langfristig preiswerter

Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass Gebäude mit Green Labels mehr kosten als Gebäude ohne eine solche Zertifizierung. „Es stimmt, dass nachhaltige Baumaterialien und intelligente Technologie teurer sind und dass die Nachhaltigkeitsbewertung zur Erlangung eines Green Building Labels ebenfalls mit Kosten verbunden ist. Aber was die Leute sich nicht klarmachen, ist, dass die Rendite, die man langfristig erhält, den zusätzlichen Aufwand lohnt“, sagt Dorien Van der Weele. „Die Betriebskosten der zertifizierten Gebäude fallen im Vergleich zu Gebäuden ohne Green Building Label normalerweise viel geringer aus.“

Steigender Immobilienwert

„Darüber hinaus“, fährt Van der Weele fort, „sind Green Building Labels dafür bekannt, dass sie zu einer Wertsteigerung der Immobilie beitragen, sodass die Eigentümer eine höhere Miete verlangen können. Und da ein Großteil der Baumaterialien recycelbar sind, können ökologische Gebäude einen hohen Restwert beibehalten.“

Produktivere Mitarbeiter

Last but not least haben Studien gezeigt, dass Mitarbeiter, die in ökologischen Gebäuden arbeiten, produktiver sind. „Fest steht, dass eine ökologische Arbeitsumgebung  für glücklichere, gesündere und effizientere Mitarbeiter sorgt. Gebäude, die mit einem Green Label zertifiziert sind, bestehen aus Materialien ohne flüchtige organische Verbindungen, verfügen über ein angenehmes Raumklima, nutzen optimal natürliches Licht und sind innen und außen von reichlich Grün umgeben“, so Van der Weele. „Mit anderen Worten, da die Lohnkosten die Bau- und Energiekosten bei weitem überwiegen, ist ökologisches Bauen definitiv eine lohnende Investition.“

Wie zusätzliche Punkte für DGNB-, BREEAM- oder LEED-Zertifizierungen erworben werden können

Obwohl die DGNB, BREEAM und LEED nur Gebäude zertifizieren – und keine Baumaterialien –  tragen Mosa-Fliesen zum Erhalt eines Green Building Labels bei. Van der Weele verdeutlicht: „Bis auf wenige Ausnahmen sind alle unsere Fliesen Cradle-to-Cradle-zertifiziert. Das bedeutet insbesondere, dass diese zusätzliche DGNB-, LEED- oder BREEAM-Punkten einbringen können, da sie ausrecycelten Materialien bestehen, was das Ergebnis eines nachhaltigen Produktionsverfahrens ist, und sie sind VOC-frei.

 

Erfahren Sie mehr über Mosa und Nachhaltigkeitszertifizierungen

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