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Wie erleben wir Farbe und Licht?


Farbe ist ein natürliches Phänomen. Sie ist das Ergebnis von Brechung, Reflektion und Absorption von Licht. Aber Farbe ist noch mehr: Sie ist ein genetischer Faktor bei der Entstehung und der Diversifizierung von Leben auf der Erde. Farben sind eine wichtige Orientierung für unzählige Lebensformen. Sie sind Kommunikationsmittel, spiegeln soziale Bedürfnisse wider und sind sogar Teil der sozio-kulturellen Kommunikation. In vormodernen Zeiten wurde die soziale Ordnung nicht nur dadurch vorgegeben, welche Materialien in der Architektur verwendet wurden, sondern auch über die Farben, die am und im jeweiligen Gebäude genutzt wurden. Für Le Corbusier hatten Farben die gleiche Bedeutung wie ein Lageplan. Heute sind Farben in der Architektur wieder stärker gefragt. Architekten, Künstler und Designer nutzen Farben als wichtigen Teil ihrer Kreativität. Sie nutzen Sie aber auch, um damit Räume zu schaffen, in denen sich Menschen wohlfühlen können oder kreativer und produktiver arbeiten können – und treiben so auch Innovationen.

„Die Nutzung von BIM resultiert zweifellos in kreativeren Planungen und qualitativ hochwertigeren Gebäuden, auch wenn das nicht ohne Schwierigkeiten zu bewerkstelligen ist“, sagt Mark Trommelen, Industriedesigner bei Mosa.

Farben beeinflussen die Stimmung 
Aber wie definieren sich Farben? Der Schweizer Künstler und Kunsttheoretiker Johannes Itten hat einen wichtigen Beitrag zu unserem Verständnis der Farbtheorie geleistet – und die Farben in Form eines Kreises angelegt. Im Innern dieses Kreises liegen die Primärfarben Rot, Gelb und Blau. Im zweiten Kreis liegen dann die Sekundärfarben Orange, Grün und Violett. Auf dem äußeren Kreis schließlich finden wir die Tertiärfarben – die Farben, die durch die Mischung einer Primärfarbe mit einer Sekundärfarbe entstehen. Wenn dann noch der Effekt warmer und kalter Farben hinzukommt, merken wir schnell, wie Farben unsere Gefühle beeinflussen. Tatsächlich sorgen kalte Farben wie Blau oder Grün nicht nur dafür, dass wir die Temperatur subjektiv kälter empfinden, sie verlangsamen auch unseren Blutkreislauf. Deshalb fühlen wir uns in roten, orange oder braunen Räumen eher wohl als in grünen, blauen oder grauen.

Gehen Sie doch einmal in Ihre Kindheit zurück. Nehmen Sie sie ein paar Buntstifte zur Hand und spielen Sie ein wenig mit den Farben. Probieren Sie aus, welche Farbe am besten zu Ihrer aktuellen Stimmung passt - und was passiert, wenn Sie bewusst eine andere Farbe wählen. Wenn Sie mehr über Farbtheorie lernen möchten, lesen Sie bitte unser Whitepaper.

Johannes Itten
Kleurentabel